Schuld sind Deine Freunde

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11 Antworten

  1. ♥♥♥ Luckenbill’s Laudatio ♥♥♥

    zur VERNISSAGE von OLIVER RATH

    „SCHULD SIND DEINE FREUNDE“

    Man sagt so schön „Der König sucht sich den Ort zum herrschen aus“, dass hat er getan und so sind wir alle aufgeregt und elektrisiert in diese beeindruckenden Hallen des styling-umwogenen N-how-Hotels gepilgert, um ein ganz besonderes Talent zu würdigen und unsere Taschen voll Wertschätzung abzuladen, es geht natürlich um the one and only Oliver Rath!
    Seines Zeichens Fotograf, meines Zeichens ein Enfant terrible exceptionel und ihres Zeichens, na dass müssen sie sich dann selbst aussuchen.

    Eingeladen wurden wir mit dem eindringlichen und vielleicht zu Beginn verstörenden Satz „Schuld sind deine Freunde“.
    Nun, mittlerweile dürfte jedem klar geworden sein, was gemeint ist. Da wird das randvolle Glas Schnaps zum besten Kumpel, obwohl die Eitelkeit schon um die Ecke lauert und uns in einen Sog der menschlichen Abgründe ziehen will, aber dennoch alles Freunde und zugleich bekommt man suggeriert „hier menschelt es aus allen Winkeln“.

    Aber Schuld? Haben sie Schuld? Hab ich Schuld? Ich will meinen in diesem sehr speziellen Fall und bei diesen hervorragenden Ergebnissen bin ich doch mal herzlich gerne schuld. Aber auch der Meister persönlich hat Schuld, nämlich dem Antrieb einer gewissen Sucht nach „was treibt dieser Kerl denn schon wieder“ und dabei ertapp ich mich, wie meine Neugierde mich packt und mir einflösst „Jan, egal ob du nun auf der Skipiste rumturnst oder zum tausendsten Mal dir die „Nanny“ reinziehst, guck nach was es auf Rath´s Blog so Neues gibt, tue es gleich, tue es sofort.
    Und gefällt ihnen was sie sehen?
    Ich bin mir doch sicher bei ihnen da hinten regt sich doch ordentlich was beim Betrachten manch pornoröser Fotografie – und wir hoffen doch stark es sind Hirnzellen.
    Und so ist das eben in Raths Welt, der eine verstört, der andere entzückt, mal voller Poesie, Sinn und Schalk, dann aber wieder cheesy und – wie Oli gerne sagt- unsagbar psychodelisch. So, dass man meinen könne „oh je welche Freunde waren da nur zur Stelle“.

    Wer ihn kennt liebt ihn auf seine Art und Weise. Ich wage zu behaupten, dass man sich kaum anders wo vor der Kamera wohler fühlen kann, als vor derer von Oliver. Ob als Darsteller, Model, Leihe oder Eierlikör bestellende Omi, es umspielt einen in jedem Moment des Blitzlichtgewitters ein Gefühl von Sicherheit und ernst gemeinter Akzeptanz.

    -2-

    Oliver schafft Atmosphäre, auch wenn man nur vor einer grauen Wand platziert ist. Jeder Mensch ist einzigartig und jeder Mensch hat etwas Schönes, Rath findet den noch so kleinen Funken Besonderheit und kitzelt ihn heraus und hält ihn fest, fest in seinem Bewusstsein.
    Andere Kollegen machen es sich ja regelrecht einfach, setzen Saharastürme in der Wüste oder Spinnen deren Netz im Morgentau ihren Platz finden in Szene, doch mehr nicht. Warum? Fehlt es ihnen an Können? Das kann ich nicht beurteilen, aber doch das es ihnen an Mut mangelt, um den Mainstream zu durchbrechen –und im Durchbrechen von Konventionen ist Rath ein Gönner.

    Es soll mir und auch ihnen egal sein mit welcher Freundes Hilfe er diese bildhaften Tatsachen von übertreffender Wahrhaftigkeit für die Ewigkeit knipst und konserviert. Hauptsache er tut es weiterhin so euphorisch und schenkt uns nachwievor die Aha-Momente in denen man kopfkrazend, unweigerlich darüber nachdenkt, wie weit und dennoch gegenwärtig Kunst sein kann, ohne verbindlich oder erdrückend zu wirken.
    Selbstverständlich sollte der Betrachter ein waches Auge inne haben, um vielleicht den Witz, den Sarkasmus im Detail oder die tiefgreifende Botschaft zu erkennen.

    Fest steht, für Raths Bilder braucht es etwas mehr als das der IQ sich durch die jeweilige Schuhgröße dokumentiert.
    Harte Arbeit, Zwiespalt, Unvernunft und der Hang zur puren Perfektion, dass ist die Sprache seiner Werke die uns in eine Welt der emphatischen Genüsse von Anspruch und dem Kampf um Verständnis entführen.

    Was der Ärzten Kick ist Menschenleben zu retten, ist es Raths Passion den Knopf zu drücken, um den Gemütszustand oder die Stimmung einzufangen.
    Entzerrte Leidenschaft und die Schule des Lebens machen aus ihm den Typ Künstler, wie es nur wenige gibt. Keine Allüren, keine depressionsbeflügelten Flüche auf die Gesellschaft, höchstens ein Augenzwinkern mit dem diplomatischen Zeigefinger.

    Ohne opportunistische Hintergründe bin ich stolz heute Abend Zeuge der Weiterentwicklung eines wohl künftig eindrucksreichen und vielseitigen Erschaffer unserer Zeit sein zu dürfen und erhebe mein Glas auf Oliver Rath, den Fotografen, Familienvater und Weggefährten.

  2. Gehts hier nicht irgendwie um Fotografie?
    Was leider gar nicht geht ist dieser Party People Style, wo jeder immer besonders crazy guckt weil er weiss dass er gerade fotografiert wird, und nicht als Langweiler dastehen will. Dabei war die Veranstaltung wohl einfach nicht besonders spanend. Wo ist the good old Fotograf der es schafft tolle BIlder zu machen ohne dass die Leute posen wie die Honks vor dem Herrn?

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